Schön eingerichtet – und trotzdem nicht zuhause?

Vielleicht kennst du dieses Gefühl:

Eigentlich ist alles schön.

Die Möbel, die du ausgesucht hast,  gefallen dir, die Farben passen stimmig zusammen, der Raum ist gepflegt und vielleicht sogar ganz genau so eingerichtet, wie du es dir einmal vorgestellt hast.

Und trotzdem fühlst du dich nicht wirklich wohl.

Oft lässt sich gar nicht so leicht erklären, woran es liegt. Es fehlt nichts Offensichtliches. Und gerade deshalb lohnt es sich, genauer hinzuschauen.

Denn Räume wirken nicht nur über das, was wir bewusst sehen, sondern auch auf unsere Sinne und das Unterbewusstsein.

Licht, Blickrichtungen, Rückzugsmöglichkeiten, Geräusche, Wege und die Atmosphäre eines Raumes beeinflussen, wie wir uns fühlen. Manchmal nehmen wir all das lange wahr, bevor wir überhaupt benennen können, was uns stört.

Ein Raum kann deshalb sehr schön gestaltet sein und trotzdem nicht zu dem passen, was du heute brauchst.

Vielleicht brauchst du mehr Ruhe, aber der Raum wirkt unruhig. Vielleicht wünschst du dir Geborgenheit, aber alles ist sehr offen. Oder dein Zuhause passt noch zu einer früheren Lebensphase, während sich dein Alltag längst verändert hat.

Dann ist nicht unbedingt etwas falsch eingerichtet.

Es kann einfach sein, dass dein Leben sich verändert hat – der Raum aber noch nicht mitgegangen ist.

Was brauchst du, um dich wirklich zuhause zu fühlen?

Diese Frage stellen wir uns erstaunlich selten.

Viel häufiger überlegen wir, welche Farbe gefällt, welches Möbel passt oder was gerade schön aussieht.

Aber gutes Wohnen beginnt für mich an einem anderen Punkt:

Was tut dir gut?

Brauchst du eher Ruhe oder Lebendigkeit? Rückzug oder Gemeinschaft? Viel Licht oder einen geschützten Ort? Übersicht oder Geborgenheit?

Diese Antworten sind sehr persönlich und eng mit der aktuellen Lebensphase und dem Leben verbunden.

Und genau deshalb gibt es auch nicht den einen Raum, der für alle richtig ist.

Manchmal braucht es gar nicht viel

Wenn sich ein Zuhause nicht stimmig anfühlt, heißt das nicht automatisch, dass alles verändert werden muss.

Oft hilft schon ein anderer Blick auf die eigene Wohnsituation.

Was funktioniert gut? Wo hältst du dich gerne auf? Welche Räume meidest du? Was kostet im Alltag unnötig Kraft?

Wenn diese Fragen klarer werden, zeigt sich häufig auch, wo Veränderung wirklich sinnvoll ist.

Und dann geht es nicht mehr darum, einfach etwas schöner zu machen.

Sondern passender.

Diese Woche habe ich noch einen Termin bei einer Neukundin, die in eine neue Wohnung ziehen wird. Mitnehmen von den bestehenden Möbeln, will sie fast nichts, sie möchte einen Neuanfang machen. Sehr spannend, denn genau hier darf genau aufgepasst werden, was die zukünftige Wohnung für sie sein darf. Ich werde berichten.

Ein Zuhause soll nicht nur gut aussehen

Es soll dich unterstützen.

Es soll zu deinem Alltag passen, zu deinen Bedürfnissen und zu der Lebensphase, in der du gerade bist.

Wenn du schon länger denkst:

„Irgendwie passt es nicht mehr.“

dann ist dieses Gefühl durchaus wertvoll und wichtig, da du dann schon gemerkt hast, dass du dich weiterentwickelt hast und der Raum jetzt auch bereit für Veränderung ist.

Es kann der Anfang einer Veränderung sein – nicht weil sofort etwas neu werden muss, sondern weil es Zeit ist, genauer hinzuschauen.

Im Perspektivgespräch schauen wir gemeinsam auf deine Wohnsituation und darauf, was dir heute wirklich wichtig ist.

Manchmal beginnt gutes Wohnen genau dort:

bei der Frage, was du brauchst, damit dein Zuhause wieder zu dir passt.

Wenn das genau dein Thema ist, dann freue ich mich auf Dich!

LG

Jeanette

[Mehr zum Perspektivgespräch]

Weiter
Weiter

Wie möchte ich in 10 Jahren wohnen?